Cookie Consent by PrivacyPolicies.com

Aromatherapie (ätherische Öle)

Das fehlende Bindeglied in der modernen Medizin

Seit Anbeginn der Zeit spielen Pflanzen nicht nur eine entscheidende Rolle im ökologischen Gleichgewicht, sondern sind auch eng mit dem körperlichen, emotionalen, und geistigen Wohlbefinden des Menschen verbunden. Ätherische Öle und Pflanzenextrakte haben in der Geschichte seit Anbeginn der Zeit ihren festen Platz, und werden von vielen als das fehlende Bindeglied in der modernen Medizin betrachtet. Sie wurden medizinisch gegen Bakterien, Pilze und Viren eingesetzt, aber auch zum Schutz vor Insekten und Käfern, sowie zur Behandlung bei Schlangenbissen und vielen Arten mysteriöser Krankheiten. Öle und Extrakte fördern die Gewebe- und Nervenregeneration. Ätherische Öle besitzen auch herrliche Aromata, um Gemütslagen auszugleichen, Menschen aufzumuntern, negative Emotionen zu zerstreuen und romantische Atmosphären zu schaffen.

Definition ätherischer Öle

Ätherische Öle sind aromatische, sich verflüchtigende Flüssigkeiten, die in vielen Sträuchern, Blumen, Bäumen, Wurzeln, Büschen und Samen vorhanden sind und gewöhnlich mittels Wasserdampfdestillation extrahiert werden. Die chemische Struktur eines ätherischen Öls ist sehr komplex: viele bestehen aus Hunderten verschiedenen, einzigartigen chemischen Komponenten. Ferner sind ätherische Öle hochkonzentriert und bei weitem wirkungsvoller als getrocknete Kräuter. Die hohe Konzentration wird durch Destillation erreicht. Für kleine Mengen ätherischen Öls werden sehr große Mengen Pflanzenmaterials benötigt, so braucht man 2,300 kg Rosenblätter für 1 kg Rosenöl.

Ätherische Öle unterscheiden sich von Pflanzenölen wie z.B. Maisöl, Erdnussöl und Olivenöl, da Pflanzenöle eben ölig sind und oft die Hautporen verschließen. Sie reagieren mit Sauerstoff, werden dadurch nach einer gewissen Zeit ranzig und besitzen keine antibakterielle Wirkung. Atherische Öle hingegen werden normalerweise nicht ranzig und haben starke antimikrobielle Wirkung. Ätherische Öle mit einem hohen Wachsanteil, wie z.B. Patchouli, Vetiver und Sandelholz, könnten bei nicht korrekter Destillation jedoch nach einer gewissen Zeit ranzig werden, besonders wenn sie über einem längeren Zeitraum Hitze ausgesetzt sind. Ätherische Öle sind definitiv Substanzen, die es wert sind, sich eingehend mit ihnen zu befassen und entsprechend darüber geschult zu werden. Jeder Anwender sollte über grundlegendes Wissen im Umgang mit diesen Ölen verfügen, wobei Grundkenntnisse der chemischen Zusammensetzung ätherischer Öle sehr hilfreich sind. Dieses Wissen wird jedoch nur sehr selten an Universitäten oder in privaten Seminaren vermittelt. Die meisten Menschen tun sich schwer Chemiebücher zu verstehen. Zudem wird der spezifisch chemische Aufbau ätherischer Öle dort für gewöhnlich sowieso nicht behandelt. Es gibt nur wenig akademisches Wissen, Informationen und Schulungen zu ätherischen Ölen sowie ihrer wissenschaftlich belegten Anwendung. Die Europäische Gemeinschaft hat einen hohen Standard und strenge Kontrollen zu Pflanzenextrakten und ihrer Anwendung festgelegt.

Ätherische Öle sind nicht bloß einfache Substanzen: jedes Öl besitzt eine komplexe Struktur aus Hunderten verschiedener, chemischer Bestandteile. Ein einziges Öl kann durchaus 80 -300 oder mehr chemische Bestandteile enthalten- so ist z. B. ätherisches Lavendelöl schr komplex. Viele Bestandteile treten in kleinsten Mengen auf, die alle bis zu einem gewissen Grad zur therapeutischen Wirkung beitragen. Um alle Bestandteile und ihre jeweiligen Wirkungen verstehen zu können, sind viele Jahre Studium nötig. Auch wenn ein ätherisches Öl den Namen „Basilikum“ trägt und der botanische Name Ocimum basilicum ist, kann der therapeutische Effekt, abhängig von der chemischen Zusammensetzung, individuell sehr unterschiedlich sein. Basilikum hat einen Linalol- oder Fencholanteil, die beide ausschließlich für die antiseptische Wirkung genutzt werden. Basilikum mit einem hohen Anteil an Methylchavicol wirkt dagegen eher entzündungshemmend als antiseptisch. Eine dritte Art von Basilikum enthält eine hohe Eugenolkonzentration und bewirkt beides: das Öl ist entzündungshemmend und antiseptisch. Außerdem können ätherische Öle auf verschiedenste Weise durch Destillation oder Extraktion gewonnen werden, was sich enorm auf die chemische Zusammensetzung und auf den Heileffekt auswirkt. Öle des gleichen Pflanzenmaterials, die in einer zweiten oder dritten Destillation gewonnen werden, sind für gewöhnlich nicht ganz so wirkungsvoll, wie Öle aus der ersten Destillation. Bei gewissen Ölen kann jedoch sein, dass bestimmte chemische Bestandteile erst in der zweiten oder dritten Destillation freigesetzt werden. Öle, die hohem Druck und hohen Temperaturen werden, weisen eine deutlich einfachere Struktur ausgesetzt ihrer chemischen Bestandteile auf, da große Hitze und Temperatur die feinen Aromaverbindungen in den Ölen aufbrechen und in ihre Bestandteile aufspalten, von denen einige für die therapeutische Wirkung verantwortlich sind. Außerdem unterscheiden sich destillierte Öle stark von Ölen, die mit Hilfe von Lösungsmittel extrahiert wurden. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass einige Öle verfälscht, verändert oder „gepanscht“ werden. Dabei werden den Ölen synthetisch hergestellte Komponenten hinzugefügt. So wird z. B. reines Weihrauchöl mit farb- und geruchslosen Lösungsmitteln wie Diethylphthalat oder Dipropylenglykol gestreckt. Der einzige Weg, zwischen „authentischen“ und „gepanschten“ Ölen zu unterscheiden sind analytische Testverfahren mittels Gaschromatographie, Massenspektroskopie und einem optischen Refraktometer. Falls Sie den Duft reiner Öle kennen oder mit den Verfahren zur Bestimmung gestreckter Öle vertraut sind, können Sie vielleicht schon an der Duftnote des Öls erkennen, ob es rein oder „gepanscht“ ist.